Gemeindeversammlung

| 1.6.2005 Informationen wichtiger als
Geschäfte Die Humliker Gemeindeversammlung war eine Formsache. Mehr Interesse weckten die weiter gehenden Informationen. 50 Minuten. So lange brauchten die 60 anwesenden Humliker Stimmberechtigten gerade einmal, um alle sieben traktandierten Geschäfte oppositionslos abzuhaken. Und in dieser Zeit fanden die Behörden auch noch genügend Zeit, über wichtige andere Geschäfte und Entwicklungen zu informieren. Gemeindepräsident Werner Röschli wies wieder einmal auf den aktuellen Stand der geplanten Einzonung im «Gispert» hin. Und er konnte wieder einmal keine Neuigkeiten mitteilen. Von Seiten des Kantons ist eine negative Stellungnahme eingegangen. Auf eine Einladung der Gemeinde hin sei im Februar immerhin eine Besichtigung vor Ort versprochen worden. «Seitdem herrscht aber wieder Totenstille.» Röschli will nun wieder einmal einen neuerlichen Anlauf unternehmen. Der Kanton bremst die Umzonungspläne etwas, da das Gebiet in Bezug auf Lärmquellen im Einflussbereich des Flughafens liegt. Auch Schulpräsidentin Edith Eggenberger konnte über Projekte informieren, welche die Stimmberechtigten mehr zu interessieren schienen als die traktandierten Geschäfte. So wird im Primarschulhaus und in Kooperation mit der Heilpädagogischen Schule Humlikon eine neue Lehrstelle geschaffen. Ab Sommer wird ein Jugendlicher zum Hauswart ausgebildet. «In einer Zeit, in der Ausbildungsplätze Mangelware sind, muss die öffentliche Hand aktiv werden.» «Was machen wir mit dem Geld?» Die traktandierten Geschäfte der Gemeindeversammlung, um die es eigentlich am Montagabend ging, wurden rasch und ohne grosse Diskussionen genehmigt. Bei den beiden Jahresrechnungen überraschte dies nicht. Sowohl die Politische Gemeinde als auch die Schulgemeinde präsentierten deutlich bessere Abschlüsse, als es die Voranschläge hatten erwarten lassen («Landbote» vom 10. Mai). In beiden Gütern haben Mehrerträge bei den Steuern zu diesem Ergebnis geführt. Die Jahresrechnung des Hilfsfonds Humlikon sowie die Bauabrechnungen über die Sanierung der Quellfassung «Wannen» und die Erneuerung der Hauswartwohnung passierten ebenfalls diskussionslos. Die 60 Stimmberechtigten haben auch dem beantragten Verkauf des «Chlosterhuus» zugestimmt. Die bisherigen Mieter werden es für 495 000 Franken erwerben. Laut Werner Röschli hat die Gemeinde langfristig keinen Bedarf mehr für das Gebäude. Die Einstellhalle bleibe aber vorderhand in ihrem Besitz, sie könnte allenfalls als Werkhof dienen. Dieses Geschäft führte zur einzigen Frage des Abends: «Was machen wir mit dem Geld aus dem Hausverkauf?» Finanzvorsteherin Pascale Haas erwiderte, dass die Differenz zwischen Buch- und Marktwert in die Laufende Rechnung einfliessen werde. «Das wird dazu führen, dass wir auch in diesem Jahr wohl wiederum nicht in den Steuerfussausgleich fallen werden.» Weitere Infos zum Abstimmungswochenende 4./5. Juni 2005 |
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