Humlikon erhält 8 km Strasse
geschenkt 
Kanton «verschenkt» 8 Kilometer Strassen![]() Die Gemeinden Andelfingen, Henggart, Humlikon und Adlikon haben vom Kanton acht Kilometer Strassen bekommen. Das Geschenk löst in den Gemeinden nicht gerade Jubelgesang aus - es hat nämlich einen Haken: War bisher der Kanton für den baulichen und betrieb- lichen Unterhalt der fraglichen Strassen zuständig, bedeutet die Rückklassierung von Staats- zu Gemeindestrassen, dass diese Aufgaben nun den Gemeinden obliegen. Entsprechend rechnet der Andelfinger Gemeinderat Heinz Wanner mit einem Mehraufwand von 50000 Franken pro Jahr: «Die Gemeindeautonomie hat offensichtlich ihren Preis.» Immerhin muss Andelfingen laut Förster Peter Bänteli keine zusätzlichen Maschinen und Geräte beschaffen: «Allenfalls werden wir vermehrt Aufträge an Privatfirmen vergeben müssen.» An die Gemeinden hat der Kanton die folgenden acht bisherigen Staatsstrassen abgetreten: Henggart - Aesch; Henggart - Humlikon; Henggart - A4-Halbanschluss; Humlikon - Andelfingen; Andelfingen Dorfzentrum - Industriegebiet; Andelfingen Dorfzentrum - Flaachtalstrasse; Andelfingen Dorfzentrum - Weinlandgarage; Adlikon - Weinlandgarage. Andelfingen erhält 3,8 km, Henggart 2,4 km, Humlikon 1,2 km und Adlikon 600 Meter. Für den Kanton ergeben sich laut Kurt Rohner, Ingenieur in der Unterhaltsregion III des kantonalen Tiefbauamtes, kaum Einsparungen, hat er doch für 7,5 km neue Staatsstrassen zu sorgen: die Ortsverbindungsstrasse Henggart - Kleinandelfingen (6,5 km), die Flaach- talstrasse (Umfahrung Henggart, 700 Meter) und die Bilgstrasse in Andelfingen (300 Meter). Die Rückklassierung der erwähnten acht bisherigen Staatsstrassen erfolgte im Rahmen des Ausbaus des A4-Abschnitts Henggart - Kleinandelfingen. Der neue Nationalstrassenabschnitt konnte im Herbst 2000 eingeweiht werden - termingerecht konnten nun die Strassenklassierungen bereinigt werden. Um die Strassen «in anständigem Zustand» zu übergeben, hat das kantonale Tiefbauamt in den Jahren 2000 und 2001 noch insgeamt 600000 Franken für bauliche Instandsetzungsarbeiten aufgewendet. So wurden zum Beispiel alle Schächte nochmals gründlich gereinigt. Zeitintensiv war laut Rohner auch die Anfertigung der Abtretungsverträge, die notariell abgesegnet werden mussten. «Zum Glück klappte die Zusammenarbeit mit allen betroffenen Gemeindebehörden bestens», sagte Rohner. Mehrere Kisten voller Akten Die Abtretungen erfolgten kostenlos. Gestern übergab Unterhaltsingenieur Rohner den zuständigen Gemeindevertretern mehrere Kisten voller Akten: Ausführungspläne, Leitungspläne, Dokumente über die Kunstbauten etc. Fortan werden nun, wie eingangs angetönt, die Politischen Gemeinden für alle Belange der rückklassierten Strassen zuständig sein. Sie haben einerseits für den baulichen und betrieblichen Unterhalt aufzukommen, anderseits sind inskünftig sie die Instanzen, welche Baubewilligungen (zum Beispiel für die Erstellung einer Garagenausfahrt), Reklamebewilligungen und Konzessionen erteilen. Was den Winterdienst anbelangt, haben das kantonale Tiefbauamt und die Gemeindevertreter ein Vorgehen vereinbart, das sich nicht stur an den Klassierungen der Strassen orientiert. Auf den zwei neuen Radwegen Hettlingen - Henggart (2 km) und Henggart - Humlikon (entlang dem Seltenbach, ebenfalls 2 km) wird der Kanton den Winterdienst besorgen. |
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