Kürzung der Ausgaben - Rekurs ?

| Kanton verlangt Kürzung der Ausgaben - Rekurs? Die Forderung des Kantons an den Gemeinderat Humlikon, die Ausgaben im Voranschlag 2004 zu kürzen, hat an der Gemeindeversammlung zu reden gegeben. Daneben wurden 60 000 Franken für die Sanierung der Henggarterstrasse und 94 000 Franken für die Abwartwohnung der Schule bewilligt. Für einmal am ausführlichsten ist an der Humliker Gemeindeversammlung vom Freitag das Budget 2004 behandelt worden. Grund dafür war die Forderung des Kantons, dass Humlikon die Ausgaben im Voranschlag um 120000 Franken kürzen soll. Wie die Finanzverwalterin Pascale Haas darlegte, will der Gemeinderat dies nicht akzeptieren und gedenkt, Rekurs einzulegen. «Wir hoffen auf einen Finanzausgleichsbetrag, der unser Defizit bis auf 10 Prozent des Eigenkapitals ausgleicht», erklärte sie. Der kleinen Gemeinde sind neben 382000 Franken Steuerkraftausgleich 147900 Franken Steuerfussausgleich zugesichert worden. Da sie im nächsten Jahr jedoch hohe Ausgaben haben wird, würde sich ihr Eigenkapital, das sich zu Beginn des Rechnungsjahres auf 422 500 Franken beläuft, massiv verringern. So ergibt sich in der Laufenden Rechnung aus einem Aufwand von 2,253 Millionen Franken und einem Ertrag ohne ordentliche Steuern von 1,619 Millionen Franken ein Minus von 633640 Franken. Dieses wird mit Steuereinnahmen von 373800 Franken und einer Entnahme aus dem Eigenkapital von 259840 Franken gedeckt. Der Steuerfuss bleibt bei 42 Prozent. Ohne Gegenstimmen hiessen die 52 Stimmberechtigten den Voranschlag 2004 gut. Trinkwasser wird teurer Da der Kanton seine Verfügung erst nach der Abstimmung über die Handänderungssteuer erlassen wird, ist der Rekurs noch nicht eingereicht worden. Würde dieser abgelehnt, sähe sich Humlikon gezwungen, den Sachaufwand um 120000 Franken zu kürzen. Die Sanierung der Henggarterstrasse, welcher die Versammlung zugestimmt hat, müsste dann über die Investitionsrechnung verbucht werden. Die Gemeinde betrachte die Hälfte der dafür anfallenden Kosten als gebundene Ausgaben, die in der Laufenden Rechnung enthalten seien, war von Reto Sprenger zu erfahren. Den restlichen 60000 Franken haben die Anwesenden zugestimmt. Ebenso deutlich befürworteten sie in Sachen Wasserversorgung das Bauprojekt «Erneuerung der Steuerungsanlage und Sanierung der Aussenanlagen». Für die Steuerung bewilligten sie 106960 Franken, für die Arbeiten an den Aussenanlagen 421000 Franken. Der Preis für den Kubikmeter Trinkwasser wird sich im kommenden Jahr um 80 Rappen auf 2 Franken erhöhen. Auch der vom Gemeindeschreiber Stephan Tschachtli erläuterte neue Vertrag des Friedhofverbandes Andelfingen wurde angenommen. Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte Bauvorstand Heinz Vogt über die Reservezone neben dem alten Turnplatz, die nebst weiterem Land eingezont werden soll. «Wir möchten das Siedlungsgebiet erweitern, können aber nichts mehr einzonen ausser dieser Reservezone», ergänzte der Gemeindepräsident Werner Röschli. Wie sich der Kanton zu dem schon vor längerem aufgegleisten Vorhaben stellt, ist noch nicht klar. Geld für Abwartwohnung Insgesamt 94000 Franken hat die anschliessende Versammlung der Primarschulgemeinde für verschiedene Sanierungsarbeiten in der Hauswartwohnung bewilligt. Wie die Schulpflegepräsidentin Edith Eggenberger aufzeigte, ist nach 29 Jahren die Erneuerung des Badezimmers angebracht, wofür 46000 Franken benötigt werden. Für die Küche sowie Malerarbeiten fallen weitere 48000 Franken an. Der von Carlos Oehninger präsentierte Voranschlag 2004 wurde von den 48 Anwesenden ebenfalls unter dem Vorbehalt, dass der geplante Rekurs abgelehnt werden könnte, angenommen. Ausgaben von 994500 sowie Einnahmen ohne ordentliche Steuern von 462400 Franken verursachen ein Defizit von 532100 Franken. Dieses wird zum einen mit Steuereinnahmen von 507300 Franken (bei einem unveränderten Ansatz von 57 Prozent) gedeckt. Anderseits werden dem Eigenkapital 24800 Franken entnommen. Die Bürgergemeindeversammlung, die den traktandenreichen Abend eröffnet hatte, stimmte der Einbürgerung eines 19-jährigen jugoslawischen Staatsbürgers zu. Er ist zwar erst kürzlich nach Humlikon gezogen, hat jedoch einen Grossteil seiner Kindheit und Jugend in der Schweiz verbracht. |
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