Miss Fleckvieh

![]() Arlinda wird Miss Fleckvieh Mit einer grossen Jubiläumsschau hat die Fleckviehzuchtgenossenschaft Henggart - Adlikon - Humlikon in Volken ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Eine fachkundige Jury hat die schönsten Tiere prämiert. 55 Fleckviehhalter gründeten vor 75 Jahren die Fleckviehzuchtgenossenschaft Henggart-Adlikon-Humlikon. Mit vereinten Mitteln kauften sie damals für jedes der drei Dörfer einen Zuchtstier. Die Entwicklung in der Milchviehhaltung und in der Viehzucht ist an der Genossenschaft jedoch nicht spurlos vorbeigegangen und hat verschiedene Veränderungen mit sich gebracht. So wurde 1967 der letzte Stier verkauft, worauf alle Mitglieder ganz auf die künstliche Besamung setzten. Gleichzeitig nahm die Zahl der Mitglieder laufend ab. In den sechziger Jahren wurde die Fleckviehzuchtgenossenschaft Dorf aufgelöst, und die verbleibenden Viehzüchter fanden bei den Nachbarn Anschluss. In der Zwischenzeit hat sich die Zahl der Mitglieder auf sieben reduziert. Aus Humlikon und Andelfingen kommt je ein Züchter, aus Volken stammen zwei und aus Flaach drei. Zusammen halten sie zur Zeit 134 Herdebuchtiere. Gut besuchter Grossanlass Trotz diesem Strukturwandel und dem Mitgliederschwund liess es sich die Genossenschaft nicht nehmen, ihr 75-jähriges Jubiläum am Samstag mit einer Jubiläumsschau in Volken gebührend zu feiern. Aufgewertet wurde der Grossanlass durch die Braunviehzuchtgenossenschaft Flaachtal, die ebenfalls Tiere präsentierte. Bei schönstem Frühlingswetter führten die Züchter beider Genossenschaften am Samstagmorgen je über 70 Tiere auf dem schön hergerichteten Schauplatz am südlichen Dorfrand von Volken auf. Um zehn Uhr nahmen die Schauexperten ihre anspruchsvolle Arbeit im Ring in Angriff. Sie hatten je sieben Kategorien zu bewerten. Während der Altiker Schauexperte Ruedi Häusler das Fleckvieh beurteilte und entsprechend einstellte, übernahm beim Braunvieh diese Aufgabe Heinrich Wintsch aus Gossau. Beide kommentierten jeweils nach Abschluss einer Abteilung ihre Entscheidung, um so das zahlreich anwesende Publikum auf die Vorzüge der Abteilungssiegerinnen hinzuweisen. Misswahlen als Höhepunkt Am Nachmittag folgte im Ring vor dichten Zuschauerreihen mit den Misswahlen der eigentliche Höhepunkt der Schau. Die beiden Experten hatten jetzt bei beiden Rassen die Miss Schöneuter zu bestimmen. Für diesen Wettbewerb stand es jedem Züchter frei, zwei Tiere nach eigener Wahl in den Ring zu führen. Beim Fleckvieh setzte sich die Kuh «Edith» aus dem Stall von Fritz Baumgartner durch. Sie ist in der zweiten Laktation und vermochte mit ihrem schönen Euter die Experten am besten zu überzeugen. Auch beim Braunvieh setzten die Experten auf ein junges Tier und belohnten das Euter der Kuh «Corinne» von Jakob Holderegger mit dem Schöneuterpreis. Zum schönsten Tier aus den sieben Abteilungssiegerinnen ausgewählt und somit zur Miss Fleckvieh erkoren wurde die Kuh «Arlinda». Auch sie stammt aus dem Stall von Fritz Baumgartner und erfüllt in der zweiten Laktation praktisch sämtliche Zuchtziele einer milchbetonten, gesunden Milchkuh. Abschliessend wurde die Kuh «Freia» aus der Stallgemeinschaft Fritschi und Keller aus Flaach als beste Kuh mit der grössten Dauerleistung in den ersten fünf Laktationen durch den Schweizer Fleckviehzuchtverband ausgezeichnet und mit einer Glocke beschenkt. Am gut besuchten Anlass zeigte sich einmal mehr, dass im eher vom Ackerbau geprägten Weinland die Viehzucht einen ausserordentlich hohen Stellenwert geniest. Die gastgebende Genossenschaft weist einen Stalldurchschnitt von 7239 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr auf und liegt damit deutlich über dem kantonalen Mittel von 7075 Kilogramm. Beim Braunvieh ist die Braunviehzuchtgenossenschaft Flaachtal mit ihren 12 Mitgliedern und 242 Herdebuchtieren jene aller Zürcher Braunviehzuchtgenossenschaften, die mit 7338 Kilogramm Milch pro Kuh die höchste Durchschnittsleistung aufweist. Das Mittel aller Genossenschaften beträgt bei dieser Rasse 6654 Kilogramm. Mit einem stimmungsvollen Züchterabend sowie der Übergabe der verschiedenen Ehrenpreise wurde der feierliche Tag am Dorfrand von Volken abgeschlossen. |
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