A 4 soll sicherer werden  

         
WEINLAND  /  A 4 - «Todesstrecke» soll sicherer werden

Todesstrecke A 4, A4: 212 Unfälle, 66 Verletzte und 12 Tote in fünf Jahren

Die «Todesstrecke» genannte A4 im Zürcher Weinland soll sicherer werden. Seit der Trennung der Fahrstreifen mit Baken und Leitschienen gab es im nördlichen Teil keine Toten mehr. Nun soll auch der südliche Teil eine Mitteltrennung erhalten.

Vom Oktober 2000 bis Ende 2004 kam es zwischen Flurlingen und Kleinandelfingen zu 57 Unfällen mit 6 Toten, von Andelfingen bis zur Abzweigung mit der A1 bei Winterthur ereigneten sich 92 Unfälle mit 3 Toten, wie der Zürcher Regierungsrat in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Anfrage der SP-Kantonsräte Christoph Schürch (Winterthur) und Käthi Furrer (Dachsen) schreibt.

Seit der Installation der Trennelemente im April 2003 kam es zwischen Flurlingen und Kleinandelfingen zwar zu 38 Unfällen, dabei starb aber niemand. Die Statistik zeigt gemäss dem Regierungsrat, dass die Zahl der Unfälle - zwei pro Monat - sich auch nach dem Einbau der Trennelemente nicht verringerte.

Taugliche Sofortmassnahme

Aber sie hätten sich positiv auf die Unfallfolgen ausgewirkt. Es gab keine Toten mehr, auch die Zahl der Verletzten ging deutlich von 19 auf 3 zurück. Die Baken und Leitschienen können zwar nicht alle Unfälle verhindern, aber dennoch als taugliche Sofortmassnahme bezeichnet werden, schreibt der Regierungsrat weiter.

Deshalb sollen sie nun auch im südlichen Abschnitt zwischen Andelfingen und Winterthur angebracht werden. Geplant ist die Montage nach diesem Winter, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen. Danach bestehe auf der ganzen A4 eine Mitteltrennung.

Miniautobahn im Norden

Ebenfalls in Planung befindet sich das Projekt einer Miniautobahn zwischen Andelfingen und Flurlingen. Es sieht vor, diesen derzeit zweispurigen und nicht richtungsgetrennten Teil der A4 zu einer richtungsgetrennten Autostrasse auszubauen.

Bis Ende April 2005 wird der Regierungsrat Stellung zum Projekt und allfälligen Einsprachen nehmen. Den definitiven Entscheid über die Ausführung des neuen Autobahnabschnitts fällt anschliessend das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation fällen. Der Bundesrat hatte den Ausbau im April 2003 bewilligt. Die Kosten sollen sich auf rund 140 Millionen Franken belaufen.

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