" Wir
feiern die cleverste Lehrerin der Schweiz, herzliche Gratulation "
steht auf einem grossen
Transparent an der Primarschule Humlikon. Die Primarlehrerin Brigitte Rebsamen machte
beim Pisa - Kampf der Kantone mit.
Dieser wohlverdiente herzliche Glückwunsch der Humlikoner Unterstufenschulkinder für
ihre Lehrerin Brigitte Rebsamen wird sicherlich als kleine hübsche Episode aus dem
Schulaltag in die Geschichte der Primarschule Humlikon eingehen. Grund zum feiern der
cleversten Lehrerin der Schweiz war << Pisa - Kampf der Kantone >> -
die Sendungen konnten am TV SF mitverfolgt werden. Brigitte Rebsamen war die einzige
Vertreterin aus dem Weinland, die in der 20-köpfigen Gruppe des Kantons Zürich
mitmachte. Alle wünschten Brigitte Rebsamen vor der letzten Runde viel Glück und
fieberten mit, als in der Finalsendung noch zehn Kantone im Rennen waren.
Das Daumendrücken wirkte, der Kanton Zürich gewann - Grund zum Feiern im Schulhaus
Humlikon, und den Passanten diese Sensation mit einem grossen Transparent kundzutun. Denn
wer hat schon eine so clevere, coole und erst noch hervorragende Lehrerin bei der man
soviel lernt ? Bestimmt erhalten die Kinder dann auch eine Karte mit dem schiefen Turm von
Pisa, wenn ihre Lehrerin mit der ganzen Gruppe auf der gewonnenen Reise nach Pisa ist.

René
Rindlisbacher strahlt nach dem PISA-Final übers ganze Gesicht. Er und sein Zürcher Team
haben einen ganzen Kanton glücklich gemacht.
Zu Beginn der Sendung standen die Zeichen für die Limmatstädter eher schlecht: «Nach
der dritten Frage habe ich nicht mehr an einen Sieg geglaubt», gibt Kantonssprecher
Rindlisbacher zu. Der Kampf der Kantone war für den Komiker auch ein Kampf gegen die
Schweissdrüsen: «Ich schwitze in keiner Premiere so wie vor der Verkündung der
Rangliste.» War es vielleicht die Rivalität mit den Baselbietern, die den Zürcher so
stark transpirieren liess? «Es war nie unser Ziel Basel zu schlagen, sondern so viel wie
möglich zu wissen und das hat scheinbar gut geklappt.»

Mit 72,4 Prozent richtigen Antworten beweisen die Zwinglistädter dem Rest der Schweiz,
dass sie die «Cleversten» des Landes sind. Auf die Feinheit des Wortes «clever» legt
der Zürcher Kantons-Sprecher grossen Wert, korrigiert sogar eine Journalistin: «Wir sind
die cleversten, nicht die gescheitesten Schweizer, denn PISA ist kein Intelligenztest!»

Kaum hat Rindlisbacher jedem in seinem Team gratuliert, steht die spontan angereiste
Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli vor ihm und lobt: «Herzliche Gratulation, ihr
habt das wunderbar gemacht!» Die Bildungsdirektorin ist, nach eigenen Aussagen, bei der
Verkündung des Resultats vor Freude «vom Stuhl gejuckt» und wollte den Vertretern ihres
Kantons unbedingt persönlich gratulieren.
Das Team mit den
blau-weissen PISA-Shirts hat mit ihrem fulminanten Einzug aufs Siegerpodest nicht nur Ruhm
und Ehre, sondern auch eine Reise nach Pisa gewonnen. «Selbstverständlich reisen wir
alle gemeinsam, das wird bestimmt lustig», freut sich Rindlisbacher auf die
bevorstehenden Italien-Ferien. Der Komiker hat für sein Team auch noch ein kleines
Geschenk bereit: «Ich habe alle 24 Kandidaten zu meiner aktuellen Bühnenshow
eingeladen.» Damit beweisen die Zürcher wohl vollends, dass sie besser sind, als ihr
Ruf.
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