Genossenschaft im Wandel  

Willi Behrens, nicht nur ein guter Jasser sondern ab heute auch Bezirkspräsident der Viehzuchtgenossenschaft.

Willi Behrens ist neuer Bezirkspräsident der Viehzuchtgenossenschaften.

Der Andelfinger Viehzüchter Fritz Baumgartner hat in den letzten drei Jahrzehnten sich immer mit grossem Einsatz für die Viehzucht im Zürcher Weinland eingesetzt. Seit 1979 engagierte er sich im Vorstand der Vereinigung der Viehzuchtgenossenschaften des Bezirks Andelfingen und übernahm 1994 deren Vorsitz. Auf die ordentliche Delegiertenversammlung reichte er seinen Rücktritt ein. Die Delegierten wählten neu den Humliker Willi Behrens an die Spitze der Vereinigung. Gleichzeitig ersetzt er René Lang (Ossingen), welcher die Holsteinzüchter im Vorstand vertreten hatte. Weiter gab auch Werner Berger (Buch am Irchel) seinen Rücktritt bekannt.

Beeindruckender Stand

Neu wurden als Vertreter der Fleckviehzüchter Hanspeter Farner (Oberstammheim) und für die Braunviehzüchter Jakob Holderegger (Dorf) in die Verbandsspitze gewählt und die beiden Bisherigen Andreas Ruff (Trüllikon) und Ernst Streit (Guntalingen) bestätigt. Baumgartner zeigte sich rückblickend auf das verflossene Zuchtjahr über den Stand der Viehzucht im Zürcher Weinland beeindruckt. Im ackerbaugeprägten Weinland nimmt die Milchviehhaltung und die damit verbundene Viehzucht eine immer bedeutendere Rolle ein. Unser Viehzuchtbestand darf sich landesweit sehen lassen, freute sich Baumgartner. Gerade die jüngst ausgezeichnete «100 000-Kilogramm-Kuh» von Erich Walder (Buch am Irchel) bestätigt, dass den beiden wichtigsten Zuchtzielen Leistung, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit im Weinland nachgelebt wird.

Neue Braunviehorganisation

Zu einer grossen Neuorganisation ist es bei den Weinländer Braunviehzüchtern gekommen. Die aktiven Mitglieder der Braunviehzuchtgenossenschaften Flaach, Oerlingen, Ossingen, Stammertal und Marthalen haben sich im Braunviehzuchtverein Zürcher Weinland neu organisiert. Der Verein mit 30  Mitgliedern und einem Herdebuchbestand von rund 600 Tieren übernimmt sämtliche operativen Tätigkeiten der einzelnen Genossenschaften. Diese wiederum werden durch ihre Mitglieder in den nächsten Jahren aufgelöst.

Erfreulich haben sich wiederum die Finanzen entwickelt. Dank Sponsorenbeiträgen konnten an der Bezirksviehschau wieder bescheidene Auffuhrprämien ausgerichtet werden. «Wir werden uns auch in diesem Jahr um Sponsoren für die Bezirksviehschau, welche am 27. September auf dem Andelfinger Marktplatz stattfinden wird, bemühen», versicherte Baumgartner. Zu dieser grossen Leistungsschau des Weinländer Zuchtviehs findet am 10. Juni in Oberstammheim eine grosse Schau statt, wo neben den regionalen Fleckviehzüchtern auch benachbarte Thurgauer Fleckviehzüchter beteiligt sind.

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