Humlikon wieder Mitglied der KEWY

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| Die Gemeinde Humlikon ist
wieder Mitglied der Kehrichtorganisation Wyland. Die Kehrichtorganisation Wyland (Kewy) hat wieder ihre alte Grösse von 22 Gemeinden erreicht. Von den 24 Gemeinden des Bezirks Andelfingen gehören ihr nur Feuerthalen und Flurlingen nicht an. Während das zwischenzeitlich ausgetretene Rheinau seit dem Beginn des neuen Jahres wieder dabei ist, hat die ordentliche Delegiertenversammlung vom Donnerstagabend in Marthalen auch der Wiederaufnahme der Gemeinde Humlikon auf Anfang 2007 zugestimmt. Humlikon hatte die Kewy vor fünf Jahren verlassen, um die Abfallentsorgung selber zu organisieren respektive durch den damals bei der Vergabe des Transportauftrags unterlegenen, ortsansässigen Unternehmer ausführen zu lassen. Nachdem dieser dann jedoch den Transportvertrag gekündigt hatte, beantragte der Humliker Gemeinderat den Wiederbeitritt. Wie Kewy-Vizepräsident Kurt Stamm (Ossingen) vor den Delegierten ausführte, begrüsst die Betriebskommission die Rückkehr. Der Kewy entstünden deswegen keine Investitionskosten, weil Humlikon die notwendigen Anschaffungen selber finanziere. Im Weiteren wählten die Delegierten die Thalheimer Gemeinderätin Doris Morf in die Betriebskommission. Sie ersetzt Barbara Nägeli, die nach ihrer Wahl zur Marthaler Gemeindepräsidentin das Ressort gewechselt hat und deshalb ihren Rücktritt aus der Verbandsspitze erklärte. Im letzten Jahr fielen in den Verbandsgemeinden 4180 Tonnen Kehricht an. Die Sammelmenge pro Kopf stieg um 1,98 auf 196,44 Kilogramm. Laut Geschäftsführer Cyrill Bühler entfielen von den 1,246 Millionen Franken, die für die Abfallbeseitigung aufgebracht werden mussten, 41,7 Prozent auf die Transport- und 53,6 Prozent auf die Verbrennungskosten (in Winterthur). Der Rest entfiel auf den Druck der Gebührenmarken, auf die Verwaltung und die Verbandsführung. Über die Gebührenmarken wurden 814 000 Franken eingenommen. Die gewichtsabhängigen Containergebühren brachten (bei steigender Tendenz) 460 000 Franken ein. Die Altglasentsorgung weist ein positives Rechnungsergebnis aus dank der Rückerstattung der auf Flaschenglas vorgezogenen Entsorgungsgebühren. Bei der Kadaverentsorgung mit 66 000 Franken Aufwendungen steuern die Gemeinden 47 000 Franken bei. 25 Prozent der Kosten (also etwas über 16 000 Franken) müssen über die Sackgebühr finanziert werden. Die Delegierten genehmigten die Verbandsrechnung diskussionslos. Schlacke und Staub Vor ihrer Versammlung besuchten die Delegierten die Kehrichtverbrennungsanlage in Winterthur, wo der Weinländer Abfall entsorgt wird. Bei der Verbrennung einer Tonne Kehricht (Kosten: 160 Franken) fallen rund 200 Kilogramm Schlacke und (in der Rauchgasreinigung) rund 2 Kilogramm Staub an. Aus der Schlacke können 40 bis 50 Kilogramm Metalle für eine neue Verwertung ausgeschieden werden, während der Staub in Frankreich weiterverarbeitet wird. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird als Energiequelle genutzt. Gemäss dem Betriebsleiter Ruedi Kummer kann pro Tonne Kehricht für 20 Franken Energie erwirtschaftet werden, was einen entsprechend tieferen Verbrennungspreis ermöglicht. |
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