Humlikon hat einen neuen Präsi

![]() Er ist schon zwölf Jahre Gemeinderat - jetzt haben die Humliker Stimmberechtigten Heinz Vogt zum neuen Präsidenten gewählt. «Auch wenn wir im Dorf kein Restaurant haben, soll Humlikon weiterhin ein reges Gemeindeleben führen und nicht zu einer Schlafstätte werden», sagt Heinz Vogt, der gestern mit einem schönen Resultat zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt worden ist. Er will sich dafür einsetzen, «die Interessen aller Kreise unter einen Hut zu bringen» die Erwartungen der Dorfbevölkerung ebenso wie die Forderungen von Kanton und Bund. Heinz Vogt wurde 1950 in Winterthur geboren. Nach einer Vermessungslehre wechselte er die Branche und war bei der Swissair für die Anstellung, Schulung und Qualifizierung einer Sektion des fliegenden Personals zuständig. Heute ist er Koordinator von acht Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton Zürich. Im Militär war er Hauptmann der Artillerie. Vogt ist verheiratet und Vater zweier Kinder im Alter von 12 und 17 Jahren. Seit 1977 in der Gemeinde Humlikon wohnhaft, ist Vogt seit 1994 Mitglied des Gemeinderates, in dem er den Ressorts Hochbau, Feuerwehr und (seit 1998) Polizei vorsteht. Der Parteilose erklärte sich bereit, die Nachfolge von Werner Röschli (svp), der das Präsidium seit acht Jahren ausübt, anzutreten mit dem Segen der SVP, die niemanden nominierte. Vogt ist zuversichtlich, die zeitliche Belastung bewältigen zu können: «Der Kanton ist ein kulanter Arbeitgeber. Er verlangt Leistung, gewährt aber auch Freiraum.» Eigeninitiative erwünscht Die Hauptaufgaben, die Vogt im neuen Amt erwarten, sind die Optimierung der heutigen Wasserversorgung (das Leitungsnetz ist teilweise überaltert), die Umsetzung des Überbauungsprojekts «Gisbert/Gern» (das wegen des Flughafenbetriebs seit längerem blockiert ist), die Sanierung der Gemeindefinanzen (mit dem Ziel, den Steuerfuss zu senken und sich von der Aufsicht des Kantons zu befreien) und die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung (sobald der Kanton den Richtplan revidiert hat). Vorerst wird Heinz Vogt bestrebt sein, die drei gestern neu gewählten Ratsmitglieder Katharina Hug Nigg, Werner Schenk und Rosmarie De Martin umsichtig in ihre Aufgaben einzuführen, «damit wir als Team funktionieren können». Sein Führungsstil setzt auf eine kollegiale Grundlage, auf der alle Eigeninitiative entwickeln sollen. In welchem Ausmass Vogt als Präsident weiterhin seine Hobbys Reiten, Tennis und Jassen pflegen kann, wird sich weisen. ![]() |
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