Durch das Weinland direkt zum Flughafen

SBB - Mirage   Doppelstock Triebwagen - SBB    SBB - Mirage   Doppelstock Triebwagen - SBB    SBB - Mirage

Die Stimmberechtigten des Kantons haben am 25. Juni dieses Jahres zur geplanten Verlängerung der S-Bahn- Linie 16 Stellung zu nehmen.

Am 11. Dezember dieses Jahres soll das Angebot auf dem im Grossraum Zürich bestehenden S-Bahn-Netz zu Gunsten des Kantons Schaffhausen und des Zürcher Weinlandes erweitert werden. Durch eine Verlängerung der schon seit Jahren zwischen dem rechten Zürichseeufer und dem Flughafen hin und her pendelnden S-Bahn-Linie 16 bis in den Reiat sollen Thayngen, Schaffhausen, Neuhausen und Andelfingen in Zukunft jede Stunde eine schnelle Verbindung nach Winterthur und eine direkte Verbindung zum Flughafen erhalten. In einer ersten Phase beschränkt sich das erweiterte Angebot auf die Zeit von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr. Bei ausreichender Nachfrage sollen die Betriebszeiten jedoch mittelfristig auf die Randstunden sowie auf das Wochenende erweitert werden. Zudem sollen die heute auf der S-Bahn-Linie 16 verkehrenden Kompositionen vom Typ «Mirage» so bald als möglich durch neue Doppelstock-Kompositionen abgelöst werden.

Erhöhte Abgeltung

 Die seit vielen Jahren gewünschte verbesserte Anbindung des Kantons Schaffhausen und des Zürcher Weinlandes an die Eulachmetropole Winterthur, an den internationalen Flughafen in Kloten sowie an die Region Zürich Nord ist laut Koordinator Patrick Altenburger allerdings nicht zum Nulltarif zu haben. Die für den Betrieb des Bahnnetzes zuständigen Schweizerischen Bundesbahnen verlangen von den als Besteller der zusätzlichen Transportleistungen auftretenden Kantonen eine um rund vier Millionen Franken erhöhte Abgeltung. Diese soll auf Grund der getroffenen Vereinbarung je zur Hälfte durch den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) und den Kanton Schaffhausen getragen werden. Auf Grund der Bestimmungen des revidierten Gesetzes zur Förderung des öffentlichen Verkehrs haben sich die zum Kanton Schaffhausen gehörenden Gemeinden mit 25 Prozent an den Aufwendungen zu beteiligen, welche den Kanton aus der Abgeltung der ungedeckten Kosten im regionalen Personenverkehr belasten. Die Umsetzung des von Regierung und Parlament sowie den beteiligten Transportunternehmen befürworteten Projektes bedarf allerdings im Kanton Schaffhausen der Zustimmung des Volkes. Das vom Kantonsrat herausgegebene Abstimmungsmagazin sowie das dazugehörende Stimmmaterial ist den zum Entscheid aufgerufenen Personen in den letzten Tages zugestellt worden. Die Abstimmung findet aus zeitlichen Gründen vor den Sommerferien statt. Bei positivem Ergebnis der Volksabstimmung wird der Betrieb auf der verlängerten S-Bahn-Linie 16 am 11. Dezember dieses Jahres bis Schaffhausen aufgenommen. Für eine Verlängerung bis nach Thayngen bedarf es einer Ergänzung der Blocksicherungsanlagen auf dem in Richtung Hegau führenden Schienenstrang. Ob diese noch vor dem nächsten Fahrplanwechsel installiert werden, ist im Moment auf Grund der bestehenden Lieferfristen noch offen. Wenn alles gut geht, steht einer Betriebsaufnahme der S 16 in den Reiat am 11. Dezember nach Auskunft von Patrick Altenburger, er leitet die Koordinationsstelle für den öffentlichen Verkehr im Kanton Schaffhausen, nichts im Wege. Aus der Sicht der Experten dürfte das erweiterte Angebot zu einer weiteren Steigerung der Passagierzahlen - es handelt sich heute im stärksten Querschnitt um 7100 Personen pro Tag - auf der Achse Schaffhausen-Winterthur-Zürich um rund 15 Prozent führen. Mit dem damit verbundenen erhöhten Verkehrsertrag würden etwa 45  Prozent der zusätzlich anfallenden Betriebskosten abgedeckt. Wird die verlängerte S 16 in zunehmendem Masse benützt, steigt auch der Kostendeckungsgrad und gibt den Behörden die Möglichkeit, das Fahrplanangebot ohne zusätzliche Aufwendungen seitens der öffentlichen Hand zu erweitern.

Verkürzte Fahrzeiten

 Wie aus den am Kopf der Spalte publizierten Abfahrtszeiten hervorgeht, wird die heute 33 Minuten betragende Fahrzeit zwischen Schaffhausen und Winterthur mit der lediglich in Neuhausen und Andelfingen haltenden S 16 auf 28 Minuten verkürzt. In der Gegenrichtung reduziert sich die Fahrzeit gar von 32 auf 25 Minuten. Die Fahrzeit zum Flughafen beträgt rund 45 Minuten. Zudem entfällt mit der S 16 das heute in Bülach oder Winterthur erforderliche Umsteigen. Diese Feststellung gilt auch für Passagiere, die von Schaffhausen oder Neuhausen nach Effretikon, Oerlikon, Stadelhofen, Tiefenbrunnen, Zollikon, Küsnacht oder Herrliberg fahren wollen. Sie verfügen mit der verlängerten S 16 über eine neue direkte Verbindung. Für Reisende, welche zur Halb-Stunden-Spinne in Zürich ankommen oder abfahren, verkürzt die S 16 zudem die heute vorhandenen Umsteigezeiten am Hauptbahnhof. Auf Grund der knapp einstündigen Fahrzeit zwischen Schaffhausen und dem Hauptbahnhof Zürich vermag die verlängerte S 16 allerdings den ebenso dringend gewünschten Halbstundentakt im Schnellzugverkehr via Bülach nicht zu ersetzen.

«Die verbesserte Anbindung der Region an den Gross-raum Zürich ist nicht zum Nulltarif erhältlich»

<<<
       zurück zu den News aus Humlikon.............


SwissBanner Link Exchange


__________________________________________________________________________________________