|
Nur
ein makelloser Ritt im Grand Prix
 |
Die 27-jährige Französin Marie
Pellegrin hat im Grand Prix des CSI Humlikon den einzigen Doppelnuller
geschafft. Sie durfte sich über die Siegprämie von 15 000 Franken freuen. |
Hinter dem 18-jährigen Holländer Maikel van der Vleuten klassierten sich im Grand Prix
die beiden WM-Reiter Niklaus Schurtenberger und Werner Muff als beste Schweizer auf den
Positionen 3 und 4. Als weitere Schweizer konnten sich Andreas Ott (9.) und Markus Fuchs
(10.) in den Top Ten einreihen. Der Wiesendanger Urs Fäh belegte den 15. Platz, die
Effretikerin Sabrina Rhyner kam auf Rang 28.
Die Anforderungen im Grand Prix des CSI Humlikon hätten auch
einem Viersterneturnier sehr gut angestanden. Parcoursbauer Rolf Lüdi forder te von den 50 Paaren Höchstleistungen. Wer sich mit dem technisch sehr
schwierigen Kurs zu lange auseinander setzte, handelte sich zudem Zeitstrafpunkte ein.
Zwei makellose Darbietungen über den Grundparcours sowie die
Siegerrunde für die 15 Besten gelangen nur der 27-jährigen Marie Pellegrin. Die seit
zwei Jahren für den Stall Etter im Berner Seeland reitende Französin hatte im
Normalparcours einige knifflige Situationen zu über stehen.
Mit etwas Glück und dem Geschick der zehnjährigen Franzosen-Stute Ice d'Ancoeur blieben
aber alle Stangen in den Halterungen liegen. Taktisch geschickt forcierte die junge Dame
das Tempo in der Entscheidungsrunde nicht allzu sehr und hoffte auf Patzer ihrer drei
Herausforderer, die im ersten Durchgang ebenfalls fehlerlos geblieben waren. Die Strategie
brachte den gewünschten Ertrag. Werner Muff mit Rico (4. Schlussrang), Jürgen Stenfert
(Ho) mit Octavia (6.) und Jessica Kürten (Irl) mit Jipey Dark (7.) mussten je einen
Abwurf akzeptieren und fielen aus der Entscheidung.
Der Erfolg von Marie Pellegrin im mit 52 400 Franken dotierten
Grossen Preis ist keine Überraschung. Die zierliche Französin feierte in den letzten
Monaten bereits zwei GP-Siege in Norditalien und zählte beim letztjährigen CSI Neuendorf
zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Die Siegerin konnte eine Prämie von 15 000 Franken
einstreichen, für die Plätze zwei und drei gelangten immerhin noch 10 000
beziehungsweise 7000 Franken zur Auszahlung.
Jessica Kürtens Lob
Der Holländer Eric van der Vleuten avancierte mit vier Siegen zum erfolgreichsten Reiter
der Veranstaltung im Zürcher Weinland. Zwei Siege erzielte Jessica Kürten, und je einmal
führten die Schweizer Daniel Etter und Paul Estermann die Ehrenrunde an.

Komplimente an die Veranstalter um OK-Präsident Paul Freimüller
verteilte die irische Weltklassereiterin Jessica Kürten. «Dieses Turnier hat eine
ausgezeichnete Atmosphäre. Der Boden ist sehr gut, und die
Parcours sind hervorragend aufgebaut», lobte die Weltnummer 2 die Organisatoren in
Humlikon.

Jessica Kürten brachte übrigens mit Jepey Dark und Urano zwei
Pferde an den Start, die vor wenigen Wochen noch dem Freiburger Christophe Barbeau zur
Verfügung standen. Nach Meinungsverschiedenheiten liess die irische Besitzerin Lady
Forbes sämtliche Vierbeiner zu ihrer im Rheinland wohnhaften Landsfrau transportieren. |
|