Geschichtliches aus und um
Humlikon 
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Letzter Pfiff mit Misston Die Züge brauchen fortan südlich von Andelfingen nicht mehr zu pfeifen, um die Wanderer, Jogger und Biker zu warnen: Die zwei unbewachten Niveauübergänge sind aufgehoben, die Bahnlinie lässt sich jetzt durch zwei neue Personenunterführungen queren. |
Am frühen Samstagnachmittag den 27.11.2004 haben sich Mitglieder und Sympathisanten des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Andelfingen (VVA) bei der Unterführung «Bruggi» eingefunden, um von dieser einen Augenschein zu nehmen und sich, so Präsident Ernst Brütsch, «vom Lokipfiff zu verabschieden». Der Abschied erfolgte allerdings nicht so, wie es sich Brütsch ausgedacht hatte. Er hatte bei der Unterführung einen Apéro geplant. Statt den heranbrausenden Lokführern mit einem Glas Wein zuzuprosten, mussten sich die zur Zeremonie Erschienenen mit Winken begnügen. Denn der Landwirt, dem das Land auf der Ostseite der Bahnlinie gehört, hatte sich in dem mit den SBB abgeschlossenen Landabtretungsvertrag ausbedungen, es seien im Bereich der Unterführung jegliche Festlichkeiten zu unterlassen. Sein Groll geht auf länger zurückliegende Differenzen mit dem Andelfinger Gemeinderat zurück. Am Samstag kam auch er zur «Bruggi» nicht, um den Lokführern zuzuwinken, sondern mit dem Handy in der Hand, bereit, die Polizei zu avisieren, falls jemand eine Flasche entkorken sollte. Angestossen wurde trotzdem und zwar mit «Lokipfiff»-Wein im Rebberg nebenan. Willi Wegmann, der diesen seit rund 20 Jahren bewirtschaftet, wird den traditionsreichen Namen seines Weines nicht ändern, auch wenn die Züge nun nicht mehr pfeifen. Dass die Unterführung «Bruggi» überhaupt entstanden ist, ist dem Engagement des VVA zu verdanken. Die SBB hatten die beiden Niveauübergänge ursprünglich mit Barrieren sichern wollen, wobei die Gemeinden Andelfingen und Humlikon die Hälfte der Kosten hätten übernehmen müssen. Der Gemeinderat Andelfingen favorisierte als Alternative eine Unterführung beim Waldhof. Mit einer von 255 Personen unterschriebenen Petition verlangte der VVA auch für das Gebiet Bruggi eine Unterführung und erhielt sie von der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember 2001 bewilligt. |
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