Wasser- und Klärgebühren 2005 / 2006    



1. Anschlussgebüren Wasser
   
    1.1 Wohnbauten: 1,5 % des Zeitwertes der Gebäudeversicherung.
    1.2 Oekonomie- und Gewerbebauten: 0,5 % des Zeitwertes der Gebäudeversicherung.

2. Bauwasser
   
    2.1 Mittels Wassermesser: gemäss Wasserzins
    2.2 Ohne Wassermesser: pro Einfamilienhaus Fr. 400.--, für jede zusätzliche Wohnung
          Fr. 200.--, spezielle Bauten gem. Einzelbeschluss.

3. Wasserzins
   
    3.1 Der Kubikmeterpreis für das Trinkwasser (Ablesungsperiode 1.9. - 31.8.)  wird vom Gemeinderat
          jährlich auf Grund der benötigten Mittel festgelegt und hier veröffentlicht.

    Preise / Ansatz 2004 / 2005:   =  Fr. 2.--  m/3  ( 2002 = Fr. 1.20 m/3, Vorjahr 2003 = Fr.2.-- m/3 )
    Preise / Ansatz 2005 / 2006:   = 
Fr. 3.--  m/3  ( 2004 = Fr. 2.00 m/3, Vorjahr 2003 = Fr.2.-- m/3 )


    3.2 Zusätzlich zum Wasserverbrauch wird für jede Liegenschaft inkl. Miete einer Wasseruhr eine
          Grundgebühr von Fr. 60.-- erhoben.

    3.3 Für jede zusätzliche Wasseruhr wird eine Miete von Fr. 30.-- berechnet.

    3.4 Pro Laufbrunnen wird eine Pauschale von Fr. 1'000.-- / Jahr erhoben. ( Vorjahr: 2'000.-- )

4. Kanalisationsanschluss

    4.1 Wohnbauten: 1 % des Zeitwertes der Gebäudeversicherung + 7.6 % MWST.

    4.2 Benützungszuschläge: für die erste Wohnung Fr. 600.--, für jede weitere Wohnung Fr. 400.--
          für Garagen pro Einstellplatz Fr. 50.-- + 7.6 % MWST.

5. Klärgebühren

    5.1 Der Kubikmeterpreis für die Klärgebühr ( Ablesungsperiode 1.9. - 31.8. ) wird vom Gemeinderat
          jährlich auf Grund der benötigten Mittel festgelegt und hier veröffentlicht.

    Preise / Ansatz 2005 / 2006:  =
Fr. 2.00  m/3
                                                                        2002 = Fr. 3.60 m/3   
+ 7.6 % MWST
                                                                        2003 = Fr. 3.00 m/3    
+ 7.6 % MWST
                                                                        2004 = Fr. 2.80 m/3   
+ 7.6 % MWST
                                                                        2005 = Fr. 3.00 m/3    + 7.6 % MWST


    5.2 Für Wohnbauten wird die Klärgebühr auf Grund des Wasserverbrauches berechnet.

    5.3 Für ausschliesslich im Garten verwendetes Wasser, das mit einer separaten Wasseruhr
         gemessen wird, werden 50 % des Kubikmeterpreises berechnet. Kauf und Installation
         müssen in diesem Falle vom Eigentümer bezahlt werden.
        

        Gültig ab 24. Oktober 2005

 

Vom Wasser haben wir's gelernt

Naturkunde hiess das Fach in der 4 oder 5 Klasse in der wir über den Lauf des
Wassers belehrt wurden. Die Quelle, die das wichtige Nass aus dem Boden sprudeln
lässt, beflügelte die Fantasie zu allen Zeiten. Naturgemäss suchten auch unsere Ahnen
an der Nordseite des Bergholzes nach diesem wichtigen Element ohne dies kein Leben keimt.  In der sogenannten Wanne wurden sie fündig und bis heute sprudelt eine ansehnliche Menge von durchschnittlich 80 I pro Minute aus dem Untergrund. In früheren Zeiten mag dies noch gereicht haben für unser kleines Dorf mit halb soviel Einwohnern wie heute, die notabene, wenns hoch kommt zwei Zapfstellen besassen, eine in der Küche und eine im Stall. Alle Dorfbrunnen wurden damals von eigenen Quellen
gespiesen. Aus Ueberlieferung wissen wir, dass die trockenen Jahre 1947/49 Grenzen setzten, und in den darauffolgenden Jahren die Gruppenwasserversorgung Andelfingen und Umgebung gegründet wurde Sie hatte den Zweck die ange- schlossenen Gemeinden mit Thur- Grundwasser zu beliefern. Mit den Jahren verviel -fachte sich im Einzugsgebiet die Zahi der Einwohner, begleitet von neuerlichen Engpässen in der Zulieferung. Zudem wurden Haushaltmaschinerien und Bäder
in allen Varianten, wie auch Gartenbewässerungsanlagen installiert. Letztere vor allem zur Beruhigung der Gartenbesitzer (man hat dann der Natur etwas Gutes getan).

Weitere Ausbauetappen der Wasserversorgung folgten.
Erwähnt sei als wohl wichtigste der Bau des Grundwasserpumpwerkes Schmugglerberg im Wald zwischen Marthalen und Rheinau, von wo aus wir seit noch gar nicht so langer Zeit erstklassiges Rhein-Grundwasser beziehen können. Dass die dazugehörende Infrastruktur seinen Preis hat muss hier doch erwähnt werden. Habe ich eingangs die tägliche Menge unserer Wasserquelle von ungefähr 100m/3 erwähnt, wird ersichtlich wie enorm wichtig im vergangenen Sommer das nie versiegende Rhein-Grundwasser war. Allein in den Monaten Juni, Juli und August bezog Humlikon pro Tag durchschnittlich 200m/3. Ein unerklärliches Phänomen sei hier erwähnt seit Jahrzehnten ist der Verbrauch immer am Freitagabend spezieil hoch. In der zweiten Junihälfte wurde die von Zürich diktierte und von der Gemeindeversammlung beschlossene Sanierung der Wasserfassung ausgeführt. Das Quellwasser musste abgeleitet werden, somit stieg der Bezug von der Gruppe pro Tag auf über 400m3, dh pro Einwohner auf ca 1'000 I !

Dieser hohe Wasserverbrauch wie auch die veraltete Pumpensteuerung bewirkten einige Engpässe,
die mit Nacht- und Sondereinsätzen überbrückt wurden, gleichzeitig aber wegweisend für die Zukunft sein müssen.

Zurück zur Sanierung der Brunnenstube. Dies ist der begehbare Schacht in der das Quellwasser zum erstenmal ersichtlich wird
. Während der Grabarbeiten stiess der Bagger in 3m Tiefe auf einen Schacht der mit einer 20cm dicken Sandsteinplatte überdeckt war. Beim Beseitigen der erwähten Abdeckung zeigten sich auf der unteren Seite eingemeisselte Anfangsbuchstaben der damaligen Erbauer der Wasserfassung. Auch die Jahreszahl 1893 ist ersichtlich. Dies war übrigens die Zeit in der auch das
Reservoir Lingg wie auch die damalige neue Gemeindewasserversorgung erstellt wurden. Im Zuge der Grabarbeiten wurde ersichtlich, dass auch die eigentlichen Wasserfassungen in ihren Tonröhren sanierungsbedürftig waren. Nach Grabarbeiten bis 3,5m Tiefe quoll aus fingerdicken Rissen im Sandsteinfelsen sauberes, 7 Grad kaltes Wasser hervor und lief und lief und lief.................

Für mich als Brunnenmeister der die Wasserversorgung bald vierzig Jahre begleitet, bedeutete dieses Erlebnis einen Höhepunkt in meiner Wasserkarriere. Erahnen kann dies nur wer sich noch erinnert, dass damals 35 Grad
im Schatten Mode war.
Nun rinnt das Wasser wieder seinen Lauf und jederMann und jedeFrau dreht wie gewohnt den Hahn auf und zu und spätestens beim jährlichen Wassermesser-Ablesen gibt's dann grosse Augen. Wenigstens diesen Moment lang besinnt sich manch einer wieviel Wert sauberes Trinkwasser hat, wenn auch nur in Franken ausgedrückt
.

Ich hoffe, die Bürgerinnen und Bürger von Humlikon denken dannzumal an den Sommer 2003 zurück, wenn es darum geht, weitere Sanierungen zu beschliessen, auch wenn enorme Kosten anfallen. Diejenigen, die die Realität etwas verloren haben, die erst hellhörig werden beim bezahlen der Wasserrechnung, möchte ich meine Version verraten:

Ein Kaffee-
Creme kostet ca. Fr 3.50,

                                                                 1000 I Trinkwasser nicht einmal die Hälfte

Der Brunnenmeister:
  Armin Flacher,  Humlikon


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