
| Zivilschutz als wichtiger und
effektiver Partner im Bevölkerungsschutz: 46 Prozent mehr Einsätze |
Die Zivilschutzorganisationen im
Kanton Zürich haben auch im Jahr 2002 mehrfach ihre Tauglichkeit
als wichtiger und effektiver Partner der Not- und Katastrophenhilfe unter Beweis gestellt.
Die Einsätze erfolgten vorab bei Wiederinstandstellungsarbeiten als Folge des Sturmes
«Lothar»,
anlässlich der expo.02, zur Unterstützung von kommunalen Infrastrukturaufgaben sowie im
Bereich
Pflege und Betreuung von bedürftigen Personen. Wiederum wurden auch Soforteinsätze zur
Nothilfe
bei Unwettern und Katastrophen ausserhalb des Kantons Zürich geleistet.
Die Einsätze haben gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen;
die Steigerung gegenüber 1999 beträgt sogar 46 Prozent.
Im Jahr 2002 standen
insgesamt 5919 Zivilschutz-Angehörige aus 57 Zivilschutzorganisationen des Kantons
Zürich
im Einsatz. Im Rahmen von 187 Arbeitseinsätzen wurden 24'551 Diensttage (Vorjahr 23'774)
geleistet.
Folgende Hilfeleistungen zu Gunsten der Bevölkerung und zur Unterstützung von Polizei,
Feuerwehr und
Gemeindewerken wurden erbracht:
- Nach den verheerenden Rüfeniedergängen im
Bündner Oberland wurden die drei Stützpunkt-
Rettungsdetachemente Winterthur, Zürich-Flughafen und Stadt Zürich zur Nothilfe
aufgeboten.
Vom 24. November 2002 bis 7. Dezember 2002 haben 150 Zivilschutzangehörige das Dorf Rueun
von Schutt,
Geröll und Schlamm befreit sowie zahlreiche Häuser wieder bewohnbar gemacht;
889 Dienstage wurden geleistet.
- Zivilschutzorganisationen haben mit 991
Zivilschutzangehörigen aus 15 Organisationen zur Wiederherstellung
nach Schadenfällen vor allem bei Reparaturarbeiten an Wegen, Brücken und Stegen sowie
zur Waldräumung
beigetragen.
Dabei wurden insgesamt 3847 Diensttage geleistet.
- An der expo.02 haben 508
Zivilschutzangehörige während 3670 Diensttagen Leistungen erbracht. Im Sicherheits-
und im Sanitätsbereich sowie als Auskunfts- und Einweisposten wurde damit wesentlich zum
reibungslosen
Ablauf der Landesausstellung beigetragen.
- Für weitere Dienstleistungen zu Gunsten der
Allgemeinheit war der Zivilschutz mit 1419 Personen aus
27 Zivilschutzorganisation während 4612 Diensttagen bei kommunalen Unterhaltsarbeiten
eine gefragte
und von den Behörden geschätzte Hilfe.
- Im Bereich «Pflege und Betreuung» in
Behinderten-, Alters- und Pflegeheime wurden von 2839 Zivilschutzangehörigen
aus 14 Zivilschutzorganisationen 11'533 Diensttage geleistet.
Einsätze 2003
Auch im Jahr 2003 hält
sich der Zivilschutz für Hilfeleistungen im Bereich Not- und Katastrophenhilfe bereit.
Dem entsprechend sind die Ausbildungsziele bei Kursen und Übungen angepasst und noch
stärker auf solche
möglichen Einsätze ausgerichtet worden. Den Gemeinden die Hauptträger des
Zivilschutzes steht es im Rahmen
der entsprechenden kantonalen Weisungen frei, Teile ihrer Zivilschutzorganisation im
Rahmen der ordentlichen
Ausbildung für Hilfeleistungen und für Instandstellungsarbeiten in der eigenen Gemeinde,
im Kanton oder ausserhalb
des Kantons einzusetzen.
Weiter Infos unter: 052 - 317 20 30 (Blockchef Humlikon)
oder:
zivilschutz@humlikon.net
